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Festival Cellensis 2006 Cellensis

Fagott it am Freitag, 10. November 2006 in der Wallfahrtskirche Klein-Mariazell

Fagott It -  ein gelungener Konzertabend, zu dem allerdings nur wenige Besucher kamen. Verpasst haben daher viele einen sehr interessanten, nicht alltäglichen Konzertabend mit einem Programm, das Einblicke in das Repertoire für Fagott von der Renaissance bis zur Gegenwart gab. Die Uraufführung von "Entastung" von Martin Ganahl, Werke wie "Der Erlkönig" von Franz Schubert über "Entführung aus dem Serail" von Wolfgang Amadeus Mozart bis zu "Smoke on the water" von Ritchie Blackmore waren Darbietungen, bei denen für jeden das Richtige dabei war.

Fagott It wurde erst Anfang 2006 gegründet und besteht aus 4 Berufsmusikern aus Niederösterreich. Die Künstler: Die exotische Besetzung von vier Fagotten hat bereits in der Barockzeit gelegentlich zu Kompositionen angeregt. Der große Tonumfang des Fagotts von fast 4 Oktaven, ebenso wie die sehr unterschiedlichen Klangcharaktere in den verschiedenen Lagen, ermöglicht es, ein Ensemble aus vier gleichen Instrumenten zusammenzustellen, das durch Virtuosität und Farbenreichtum besticht.  

Neben den Originalwerken ist es vor allem eine Vielzahl von Bearbeitungen bekannter und auch weniger bekannter Werke, die sich in der Fagottquartettfassung in klanglich ungewohntem Gewand zeigen und den besonderen Reiz dieser Formation ausmachen.

Für das Konzert in Klein Mariazell wurde ein Programm zusammengestellt, das einerseits dem Ambiente des Aufführungsortes Rechnung trägt, andererseits einen breiten Einblick in das Repertoire von der Renaissance bis zur Gegenwart gab. So stand auch eine Uraufführung des NÖ Komponisten Martin Genahl auf dem Programm des Konzertes.

Das Fagott: Ein Fagott ist ein Holzblasinstrument aus der Familie der Doppelrohrblatt-Instrumente. Das Wort leitet sich von "Bündel" ab, ein Hinweis auf die Bauform des Instrumentes. Das untere Ende des Fagotts wird "Stiefel" bezeichnet - dort verbinden sich die Bauteile "Flügel" und "Bassröhre", letztere endet oben in dem "Schallstück". An den "Flügel" wird der "S-Bogen" mit dem "Mundstück" gesteckt. Das Fagott entstand in dem 16. Jahrhundert, sein Vorläufer war der Dulzian. Es hat, je nach Bauart (deutsch oder französisch) einen weniger oder mehr näselnden Klang. Der Tonumfang des Fagotts reicht vom Kontra-B bis zu dem g’’. Das Kontrafagott klingt eine Oktave tiefer. Berühmte Fagottisten sind Dag Jensen, Klaus Thunemann, Milan Turkovic oder Julius Weissenborn.