Theater der Landjugend Hafnerberg-Nöstach, 26.12. u. 30.12.2005, 1.1., 6.1. und 8.1.2006
„Die drei Dorfheiligen“, Bauernschwank in 3 Akten von Max Neal & Max Ferner
Der Inhalt:
Ein Packerl Liebesbriefe sorgt in der Gemeinde Scheibling für helle
Aufregung, vor allem bei drei "ehrenwerten" Bürgern: dem Bürgermeister Simon
Hilgermoser, dem Wagnermeister Quirin Riedlechner und dem Bäckermeister Peter
Söllbeck, beide Gemeinderäte. Alle drei konnten vor 20 Jahren der schönen Magd
Therese Wimmer, besser bekannt unter "schwarze Resi" nicht widerstehen und
seitdem zahlen alle drei für ein und dasselbe Kind heimlich Alimente. Therese
Wimmer hat es nicht lange in der Gemeinde gehalten und ist ins Schwäbische
weitergezogen. Plötzlich taucht dieses Bündel alter Liebesbriefe auf, die die
drei Dorfheiligen an die Magd, geschrieben hatten. Die kompromittierende
Korrespondenz befindet sich ausgerechnet in den Händen des Dorflehrers. Dieser
hat sich unsterblich in die Tochter des Bürgermeisters verliebt, wird vom
Bürgermeister als Schwiegersohn aber nicht akzeptiert.
Da die Tochter eines Bürgermeisters einen Hochzeiter verdient hat, der mehr zu
bieten hat als ein Schulmeister, vor allem Vermögen, hat die Frau Bürgermeister
schon einen Passenden parat: den Jakob Schwälble aus Lauterbach im Schwäbischen,
immerhin Erbe einer stattlichen Käserei. Die Sache hat nur einen Haken: die
Fanny mag nur ihren Lehrer.
Eines ist klar: die verräterischen Briefe müssen verschwinden und wenn sie der
Herr Lehrer nicht herausrücken will, dann muss der Hilgermoser eben zu anderen
Mitteln greifen. Aber da hat er die Rechnung ohne den Lehrer gemacht....
Die Personen und Mitwirkenden:
Simon Hilgermoser, Bürgermeister - Markus Schaupp
Urschi, seine Frau - Monika Singraber
Fanny, beider Tochter - Regina Hirschhofer
Quirin Riedlechner, Wagnermeister - Martin Pechhacker
Mariann, seine Tochter - Lisa Hirschhofer
Peter Söllbeck, Bäckermeister - Markus Wagenhofer
Martin Furtner, Lehrer - Leopold Lunzer
Babette Schwälble - Maria Winzer
Jakob, ihr Sohn - Andreas Blieberger
Baptist Heizinger, Pfarrer - Benjamin Foramitti
Dr. Gerner, Arzt - David Reischer
Leni Gfeiler, Kramerin - Magdalena Ströcker
Vroni, Dienstmagd - Alexandra Loidl
Sepp, Altknecht - Georg Grandl
Dekorationsmalerei: Maria Foramitti, Monika Daxböck
Bühnenbau: Thomas Hölderl, Florian Mitterer, Michaela Fischer, Leopold Lunzer, Markus Fischer, Markus Wagenhofer, Martin Pechhacker
Souffleuse: Andrea Sandwieser
Maske und Frisuren: Andrea Winzer, Alexandra Loidl, Sabine Ströcker-Grandl, Sabine Weiss, Elisabeth Zdesar
Kostüme: Kostümverleih Plank, Pfaffstätten, Michaela Huber, Privatfundus, Fundus der Landjugend<
Requisite: Fundus der Landjugend, Theatergruppe Furth, Private Bestände
Regie: Andreas Bartl
Die Autoren:
Max Neal wurde 1865 in München geboren. Sein Vater war Amerikaner, seine
Mutter Marie Antoinette stammte aus der Münchner Familie Aimüller.
Anfangs war Neal bei Redaktionen von Würzburger und Münchner Zeitungen
tätig. Über den Journalisten kam er zum Bühnenautor, der gerne im
“Zwiegespann“ schrieb und offenbar am liebsten mit dem Schauspieler und
Regisseur Max Ferner.
„Die drei Dorfheiligen“ erschienen 1920 und erlangten seither über 10000
Aufführungen im In- und Ausland.
Weiter gemeinsame Werke von Neal und Ferner sind:
„Der heilige Florian“ (1912), „Jössas, der Storch (1922), „das liebe
Geld (1928), „der Hunderter im Westentaschl“ ( 1930). Allein schrieb Max
Neal das bekannte Stück „das sündige Dorf“
Max Neal starb im Jänner 1941
Fotos von der Aufführung (Diashow)