Fund und Bergung eines russischen Massengrabes in Nöstach:
In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs hatten
acht sowjetische Garde-Soldaten bei Nöstach ihr Leben gelassen. im
Dezember wurde das Massengrab wiederentdeckt - Anfang März wurden die
Toten geborgen.
Vor laufender 3-Sat-Kamera war im Dezember die Suche nach
einem russischen Massengrab aus dem Zweiten Weltkrieg in Szene gegangen. Anfang
März wurden die Toten im Auftrag der Gemeinde geborgen. "Sie sollen würdig zur
letzten Ruhe gebettet werden", erklärte unser Vizebürgermeister Josef Balber. An
der Grabstelle will der Dorfverein Nöstach-Hafnerberg ein Gedenkkreuz errichten,
das an das sinnlose Sterben in den letzten Kriegstagen im April 1945 erinnern
soll.
>Was damals geschah erzählt Zeitzeuge Gottfried Nagl aus
Kaumberg: "Vom 16. - 22. April hatten 1945 im Gemeindegebiet von
Altenmarkt Verbände der abziehenden Deutschen Wehrmacht der russischen Roten
Armee heftige Kämpfe geliefert. Es wurde Hof um Hof gekämpft." Dorfhistoriker
Alfred Bartak schildert in seinem Heimatbuch, dass am Abhang der Pankraziburg
einige russische Soldaten für die Deutschen regelrechte Zielscheiben abgaben und
bei diesem Gefecht ihr Leben ließen." Die Toten wurden dann erst nach mehreren
Tagen in diesem jetzt wiederentdeckten Massengrab begraben. Tatsächlich geborgen
wurden die Überreste von acht Soldaten. Drei Garde-Abzeichen, die bei den Toten
gefunden wurden räumten alle Zweifel aus. Es handelte sich um Elitesoldaten der
Roten Armee und um ganz junge Burschen bestätigte Rudolf Strohmayer, Fachmann
für forensische Anthropologie des Verbandes Deutscher Kriegsgräber-Fürsorge.