Klein-Mariazell

Die Brüder Heinrich und Rapoto von Schwarzenburg-Nöstach konnten sich nach dem Tod des Vaters nicht über die Aufteilung des Erbes einigen.
Als sie schließlich nach Spannungen, Streit und Zwietracht wieder zusammenfanden, beschlossen sie im Jahr 1136 ein Kloster zu gründen.
Im Laufe der geschichtlichen Entwicklung lösten Zerstörungen und Wiederaufbau, bedeutende und weniger bedeutende Äbte, Blütezeiten und geistliche
Abstürze einander ab.
Die größte Zerstörung des Klosters verursachten aber nicht die Türken und nicht Brand und Verwüstungen, sie ist vielmehr 1964 - 1967 durch Abbruch des
gesamten Komplexes südlich der Basilika entstanden.
Diese Gebäude aus dem 12. bis 17 Jahrhundert waren dadurch, dass jahrzehntelang nichts mehr repariert worden war, nur noch abbruchreif. Kirche,
Kreuzgang und ein Teil der Prälatur blieben erhalten.
Da aber die Kirche, die gesamte Inneneinrichtung samt den Fresken durch Feuchtigkeit schwer in Mitleidenschaft gezogen war, entschloss man sich 1994 zu einer
Generalsanierung, die nicht nur das Gebäude, Fresken und Altäre, sondern auch die gesamte Inneneinrichtung einbezog.
Die beiden an der West- und Nordwand befindlichen Portale weisen einen beachtlichen gestalterischen Aufwand auf, der auf Bedeutung und Rang dieser Kirche hinweist.
Beide sind um 1250 entstanden.
2005 - Einweihung des neuen Klosters der Gemeinschaft der aus Polen stammenden „Brüder-Samariter der Flamme der Liebe des Unbefleckten Herzens Mariens“,
einem Zweig der „Samaritanischen Bewegung Mariens“ durch den Erzbischof von Wien. Neben dem Kirchenkomplex entsteht eine Wohnungsanlage, u.a. auch für acht
Ordenspriester.
Am 15. November 2007 wurde die Kirche durch Papst Benedikt XVI. zur Basilica minor erhoben.
Der Ortsteil Klein-Mariazell besteht abgesehen von ein paar Häusern entlang der Strasse und einem Gasthaus ausschließlich aus den historischen Klostergebäuden